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Bäume richtig beschneiden: Die 7 wichtigsten Tipps

Posted on | Februar 7, 2014 | No Comments

Man sollte nicht einfach drauf los "schnippeln"

Man sollte nicht einfach drauf los „schnippeln“

Bald ist wieder Frühjahr. Es können wieder Bäume gepflanzt werden. Wer jetzt Setzlinge einkauft, sollte sich informieren, damit er nicht von Anfang an gravierende Fehler macht, und das Unterfangen (buchstäblich) fruchtlos bleibt.

1. Lernen Sie vorher von Fachleuten
Volkshochschulen, Gärtnereien, Kleingartenverbände und Co. bieten regelmäßig Kurse zum Thema Baumschnitt an. Lassen Sie sich fachgerecht einweisen, dann wird ihr Vorhaben später auch Früchte tragen. Auch Beratung im Bezug auf das richtige Handwerkszeug tut gut. Die richtige Astschere ist nur der Anfang. Eine zuverlässige Kettensäge, ein Spaten, eine Harke und einige andere Werkzeuge gehören zur Grundausstattung des Baumpflegers.

2. Überprüfen Sie die richtige Vorarbeit und das Werkzeug
Prüfen Sie gleich beim Kauf eines Setzlings, ob dessen Grundschnitt sauber umgesetzt wurde. Egal ob Laub- oder Nadelholz: Ein einziger falscher Schnitt kann alle späteren Bemühungen nutzlos machen. Kaufen Sie deshalb auch nur bei Spezialisten.
Wichtig ist außerdem das richtige Werkzeug. Klingen sollten ausreichend scharf sein. Vor dem Einsatz einer Kettensäge sollte diese gewartet und nach der Arbeit gereinigt werden. Abnutzungserscheinungen treten vor allem am Schneidwerk auf. Anbieter für Kettensägen-Ersatzteile, wie das fränkische Unternehmen Flexparts aus dem Spessart, empfehlen Schärfe und Spannung der Sägekette regelmäßig zu überprüfen. Nur so ist ein optimales und sicheres Arbeiten garantiert.

3. Machen Sie den Erstschnitt zum richtigen Zeitpunkt
Der erste Baumschnitt erfolgt nach dem Pflanzen: Den ersten Pflanzschnitt sollten Sie im ersten Frühjahr nach dem Pflanzen eines Setzlings machen. Beim Pflanzen im Frühjahr also sofort, ansonsten spätestens ein halbes Jahr nach dem Einpflanzen im Herbst.
Wichtig dabei: Achten Sie auf Vogelnester. Laut Bundesnaturschutzgesetz dürfen größere Eingriffe ausschließlich außerhalb der Vegetations- und Brutzeit getätigt werden.

4. Gehen Sie strategisch vor
Wählen Sie zuerst den Haupttrieb der Pflanze und kürzen diesen. Entfernen Sie alle „Konkurrenztriebe“. Wählen Sie maximal vier Leitäste. Diese sollten möglichst gleichmäßig um den Haupttrieb verteilt sein. Die Leitäste können nun circa um ein Drittel bis die Hälfte gekürzt werden. Ab dem zweitem Standjahr werden Seitentriebe um ein Viertel gekürzt,  der zweite Mitteltrieb und die Steiltriebe werden entfernt und der Haupttrieb gekürzt.

Um eine schöne Kronenform zu kreieren, sollten Sie die Äste so kürzen, dass die Seitentriebe und die mittige Stammverlängerung ein Dreieck ergeben. Je flacher dieses Dreieck ausfällt, desto runder wird sich die Krone mit der Zeit formen. Auch das An- und Abbinden mancher Bereiche kann helfen. Da reicht normalerweise maximal ein Kalenderjahr, damit die Form beibehalten wird.

5. Weniger abschneiden ist nicht mehr
Anfangs fällt das Stutzen schwer. Schneidet man doch so viele Ästchen ab. allerdings ist das für eine schöne Kronenform maßgeblich. Nach innen wachsenden Triebe sollten komplett entfernt werden. Einer von zwei sich kreuzenden Trieben sollte auch abgeschnitten werden. Die einzelnen Äste brauchen genug Luft und Licht, um wachsen zu können. Auch die ersten Blüten sollten Sie komplett entfernen. Grundsätzlich: Lieber etwas zu viel wegschneiden als etwas zu wenig.

6. Verarzten Sie Wunden fachmännisch
Entfernen Sie Äster immer vollständig. Schneiden Sie Wundränder sofort glatt. Schnittwunden, wie sie beispielsweise beim Entfernen von Obstbaumkrebs entstehen, sollten dringend geschlossen werden. Versiegeln Sie grundsätzlich alle Wunden am Baum, die größer als drei Zentimeter sind. Dazu wird ein Wundverschlussmittel benutzt, um das Eindringen von Krankheitserregern in den Baum zu verhindern.

7. Vermeiden Sie Ungeziefer
Raupen und Ameisen bedrohen oft die liebevolle Arbeit des Baumpflegenden. Ein Leimring, am besten schon im Herbst angebracht, kann hier Abhilfe schaffen. Austriebsspritzmittel helfen gegen lästige Spinnmilben, Schildläuse und Co..

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